Alessandro Baricco “Blut”

BariccoBlutAlessandro Baricco ist mittlerweile ein Garant für eine Art von Literatur, die ihren eigenen Gesetzen folgt. Mit wenigen Sätzen vermag er es, von den großen Dingen des Lebens, Liebe und Tod, so gefühlvoll zu erzählen, dass einem als Leser, sofern man sich auf die Geschichte einzulassen vermag, eine Woge des Mitgefühls für seine Protagonisten das Gemüt durchzieht. Am eindrucksvollsten belegen diese Kunstfertigkeit wohl seine Erzählungen “Seide” und “Novecento”. Interessant ist hierbei, dass Baricco es gekonnt versteht die drohenden Klippen von Kitsch und Pathos zu umschiffen. Nun liegt beim Carl Hanser Verlag seine neues Buch “Ohne Blut” vor, und wieder erzählt er mit wenigen Worten eine Geschichte von Liebe und Tod, von Schuld und Sühne.
Manuel Roca lebt zurückgezogen mit seinen beiden Kindern auf dem Land. Doch etwas beunruhigt ihn, lässt ihn mit Vorahnungen Sicherheitsvorkehrungen treffen, als er von Ferne eines Tages ein sich näherndes Auto bemerkt. Weiterlesen

Christa Wolf “Ein Tag im Jahr 1960-2000″

WolfJahrAls Maxim Gorki 1935 das Unternehmen “Ein Tag der Welt” ins Leben rief, mit welchem er die Schriftsteller aller Länder aufforderte, den 27. September aus ihrer Sicht zu beschreiben, war nicht absehbar, dass diese Idee 1960 von der Moskauer Zeitung “Iswetija” noch einmal aufgegriffen wurde und dass es einmal eine deutsche Schriftstellerin geben würde, die das Berichten über diesen einen Tag im Jahr zu einer über 40 Jahre währenden Tradition werden ließ. Diese Schriftstellerin heißt Christa Wolf. Weiterlesen