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Dweller At The Threshold: Ouroborus

Stilrichtung: Berliner Schule mit Ambient-Einflüssen

Hypnos – Binary, UPC 75390-71266-24 (2001)


Musiker: Paul Ellis, Dave Fulton u. John Duval (electronics)

Das amerikanische Trio Dweller At The Threshold besteht aus den Musikern Paul Ellis, Dave Fulton und John Duval, die in den Staaten eine ähnliche Position besetzen wie AirSculpture, Kubusschnitt oder Free System Projekt hier in Europa. Nach „No Boundary Condition“ (´96) und „Generation, Transmission, Illumination“ (´98) sowie einigen Solo-Aktivitäten von Paul Ellis und Dave Fulton, ist nun ihre aktuelle CD „Ouroborus“ auf dem Hypnos-Ableger Binary erschienen.
Die drei Musiker, die sich im Wesentlichen dem Stil der Berliner Schule verschrieben haben, waren eigentlich für das diesjährige Alpha-Centauri-Festival verpflichtet worden, hatten aber nach den Terror-Attacken gegen die U.S.A. ihren Auftritt schon vor Monaten abgesagt. Würde man davon ausgehen, dass das Programm für ihr Konzert ähnlich ausgefallen wäre wie auf diesem Album, ihre Abwesenheit wäre kein großer Verlust gewesen; denn mit „Ouroborus“ haben DATT nicht unbedingt ein innovatives Highlight abgeliefert.
Mit der improvisationsgefärbten Einspielung ihrer Aufnahmen üben sich die drei Akteure in Mittelmäßigkeit und können der Renaissance der klassischen Berliner Schule keine neuen Impulse verleihen. Ganz im Gegenteil, ihre einfallslosen und unausgegorenen Soundkreationen wirken hölzern, formelhaft und ausgelutscht. Dabei haben die ein- und ausleitenden Klangcollagen durchaus noch spannende Momente, doch die eingeschobenen Sequenzerblöcke können die aufgebaute Stimmung nicht richtig weitertransportieren und knicken nach kurzer Zeit atmosphärisch ein. Das schwerfällig müde Tempo wird zu keinem Zeitpunkt auch nur minimal angezogen und schleppt sich wie eine zähfließende Masse durch das gesamte Werk. Hinzu kommen pseudodramatische und abgegriffene Solo-Improvisationen, die dem Hörer in Verbindung mit den unterentwickelten Sequenzerläufen einiges an Geduld und Nervenstärke abverlangen.
In Anbetracht dessen, dass DATT nur alle 2 bis 3 Jahre eine neue CD auf den Markt bringen, muß ihr neueste Produktion im Gesamtergebnis als mager eingestuft werden und ist im geschichtlichen Kontext sogar als rückschrittlich zu bewerten. Ihnen gelingt es einfach nicht, das klischeehafte Strickmuster ihrer Aufnahmen aufzubrechen und präsentieren sich in einer ideenarmen und saftlosen Verfassung.
Man kann zu Tangerine Dream stehen wie man will, insbesondere was ihre spätere Entwicklung betrifft, aber im Vergleich zu Beispielen wie diesen wird immer wieder deutlich, dass Froese, Franke, Baumann schon vor 25, 30 Jahren Maßstäbe gesetzt haben, denen bis heute nur wenige Interpreten gewachsen sind. Stephan Behn (28.02.2002)

Tracklist:

Circular Logic (03.38)
After Logic Fails (10.41)
Ouroborus Part 1 (13.04)
Ouroborus Part 2 (08.01)
Worlds Without End (08.00)
Resolution (17.54)
Automatic Writing (08.57

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