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Für
interessierte Hörer bleiben nähere Informationen
wieder einmal im Verborgenen. Ein gewisser Brooks,
soviel verrät die zurückhaltene Cover-Beschriftung
immerhin, erklärt sich alleinverantwortlich für das
Projekt Exuviae, das hier u.a. von Steve Roach und Jeff
Pearce unterstützt wurde (wie auch immer diese Unterstützung
ausgesehen haben mag).
Die Marschrichtung ist somit eindeutig. Fünf,
vollkommen ohne Rhythmus ausgestattete Ambient-Titel
zwischen 13 und 16 Minuten Länge, die von Brooks aus
einer sehr puristischen Herangehensweise heraus
ausgearbeitet wurden.
Schnörkellos, ohne Ethno-Schnickschnack, bewegen sich
die Aufnahmen in einer sehr gleichförmigen Struktur.
Ohne richtigen Anfang, ohne Ende, ohne Aufs und Abs,
ohne Wechsel von Laut und Leise bauen sich die Stücke
aus einem hintergründigen Dröhnen (Drones) heraus auf
und werden mit vordergründig weitschweifigen sowie sich
ineinander vernetzenden Soundflächen belebt.
Wie schon auf dem Cover bildlich umgesetzt, erscheinen
die Kompositionen als dichte, sich ständig verformende
Masse. Wie ein undurchdringlicher schwadenhafter Nebel,
der nur durch eine leichte Brise ein sanftes Eigenleben
entwickelt. Konzipiert als 5 vertonte Stimmungszustände,
die sich jeweils aus einem festgehaltenen Moment heraus
entwickeln und in einer volumenbetonten, jedoch
variantenarmen Klangtextur ihre Fortsetzung finden.
Mit „Echoes In The Emptiness“ ist Exuviae ein sehr
konsequentes, geradliniges und souveränes Album
gelungen, das allerdings aufgrund seiner
minimalistischen Ausrichtung nur wenig Orientierung
bietet und daher Ambient-Neulingen nur bedingt zu
empfehlen ist; für Ambient-Puristen jedoch eine
einwandfreie Bereicherung darstellt.
Stephan Behn (24.09.2000)
Tracklist:
Awaken
Within (13.04)
Silencia (16.06)
Otherplace (15.52)
Lightness (14.39)
Right As Rain (13.35) |