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Mit
„Love. Death. Angels” ist nunmehr die dritte
CD von Peter Haubfleisch und seinem Solo-Projekt Fresh
Moods bei Elektrolux erschienen. Einen Vorgeschmack auf
dieses Album hatte es ja schon im letzten Jahr auf dem
6. Spacenight-Sampler mit „Decisions I Made“
gegeben, das hier in einer längeren Version dann auch
gleich an erster Stelle gesetzt wurde. Gleichzeitig ist
ihm auf dieser CD mit dem 2. Titel „Shiny Cage“
endlich auch ein würdiger Nachfolger seines
Insider–Hits „Sky Never Die“ gelungen, das die
besonderen Stärken von Fresh Moods in perfektionierter
Verarbeitung demonstriert. Ein attraktiver und markant
vielschichtig angelegter Midtempo-Beat, angereichert mit
stimmungsvollen Begleitakkorden und erfindungsreich
ausgetüftelten Effekten, gefestigt und in Form gebracht
durch ein betont melodisches Thema, das dem Stück in
seiner fragilen Transparenz eine schwebende Leichtigkeit
verleiht und eine unaufdringlich träumerische Aura um
sich herum verbreitet. Ein Leckerbissen für jeden
Chill-Out-Freund.
Doch diese Auffälligkeit, die diesen Titel insbesondere
für das Club-Metier so interessant macht, verkommt bei
Fresh Moods nicht zur Masche. Ganz im Gegenteil - überspitzt
formuliert tut Peter Haubfleisch mit ambitioniertem
Eifer alles, um seinen Stücken keinen unverwechselbaren
Typus anzuheften. Und doch bleibt sein Grundanliegen,
eine entspannt anspruchsvolle Atmosphäre mit gewissen
Ecken und Kanten zu schaffen, immer erkennbar.
Fresh Moods – Der Name ist bei Peter Haubfleisch
Programm. Seine ausgefeilten Rhytmusstrukturen werden
mit Einflüssen aus diversen Strömungen kombiniert und
ergeben einen erfrischenden und kontrastreichen Mix, der
die unterschiedlichsten Stimmungsmöglichkeiten
musikalisch ausleuchtet. Sein souveräner Umgang mit
Soul-, Funk-, Downbeat- und House-Elementen, sein
trickreicher Sample-Einsatz und seine unverkennbare
Liebe zum Jazz lassen dabei Parallelen zu St. Germain´s
CD „Tourist“ erkennen, mit der der Franzose im
letzten Jahr auch hierzulande weit über das
Sparten-Publikum hinaus einen beachtlichen Erfolg
verbuchen konnte.
Die kluge Umsetzung einer Fülle von Ideen wird nie
extrem, sondern immer mit gemäßigter
Experimentierfreude vollzogen, so dass trotz überraschender
Vielfältigkeit und bei allem Detailreichtum die Musik
von Fresh Moods nie aus dem Rahmen fällt oder gar
provokante Töne anschlägt.
Mit
„Love. Death. Angels“ hat sich Haubfleisch
endgültig als Spezialist für erfindungsreiche
Freestyle-Grooves profiliert und avanciert damit
zugleich zum wichtigen Trendsetter auf dem Gebiet
zeitgemäßer Club-Elektronik.Stephan
Behn (05.06.2002)
Tracklist:
Decisions I Made (07.35)
Shiny Cage (07.39)
Find My Home (04.51)
Got To Be (06.07)
What Do I Say (07.29)
Parasol (06.21)
One Two (06.04)
Fever (05.05)
Behind Mirnoc (04.56)
Stand (06.33)
Weitere empfehlenswerte CDs:
Fresh
Moods (1997)
Swerve (2000)
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