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Fresh Moods: Love Death Angels

Stilrichtung: Club-Elektronik, Mischung aus Chill Out, Groove sowie Einflüssen aus Jazz und House

Elektrolux, e1101011cd (2002)

Musiker:: Peter Haubfleisch (electronics)

Mit „Love. Death. Angels” ist nunmehr die dritte CD von Peter Haubfleisch und seinem Solo-Projekt Fresh Moods bei Elektrolux erschienen. Einen Vorgeschmack auf dieses Album hatte es ja schon im letzten Jahr auf dem 6. Spacenight-Sampler mit „Decisions I Made“ gegeben, das hier in einer längeren Version dann auch gleich an erster Stelle gesetzt wurde. Gleichzeitig ist ihm auf dieser CD mit dem 2. Titel „Shiny Cage“ endlich auch ein würdiger Nachfolger seines Insider–Hits „Sky Never Die“ gelungen, das die besonderen Stärken von Fresh Moods in perfektionierter Verarbeitung demonstriert. Ein attraktiver und markant vielschichtig angelegter Midtempo-Beat, angereichert mit stimmungsvollen Begleitakkorden und erfindungsreich ausgetüftelten Effekten, gefestigt und in Form gebracht durch ein betont melodisches Thema, das dem Stück in seiner fragilen Transparenz eine schwebende Leichtigkeit verleiht und eine unaufdringlich träumerische Aura um sich herum verbreitet. Ein Leckerbissen für jeden Chill-Out-Freund.
Doch diese Auffälligkeit, die diesen Titel insbesondere für das Club-Metier so interessant macht, verkommt bei Fresh Moods nicht zur Masche. Ganz im Gegenteil - überspitzt formuliert tut Peter Haubfleisch mit ambitioniertem Eifer alles, um seinen Stücken keinen unverwechselbaren Typus anzuheften. Und doch bleibt sein Grundanliegen, eine entspannt anspruchsvolle Atmosphäre mit gewissen Ecken und Kanten zu schaffen, immer erkennbar.
Fresh Moods – Der Name ist bei Peter Haubfleisch Programm. Seine ausgefeilten Rhytmusstrukturen werden mit Einflüssen aus diversen Strömungen kombiniert und ergeben einen erfrischenden und kontrastreichen Mix, der die unterschiedlichsten Stimmungsmöglichkeiten musikalisch ausleuchtet. Sein souveräner Umgang mit Soul-, Funk-, Downbeat- und House-Elementen, sein trickreicher Sample-Einsatz und seine unverkennbare Liebe zum Jazz lassen dabei Parallelen zu St. Germain´s CD „Tourist“ erkennen, mit der der Franzose im letzten Jahr auch hierzulande weit über das Sparten-Publikum hinaus einen beachtlichen Erfolg verbuchen konnte.
Die kluge Umsetzung einer Fülle von Ideen wird nie extrem, sondern immer mit gemäßigter Experimentierfreude vollzogen, so dass trotz überraschender Vielfältigkeit und bei allem Detailreichtum die Musik von Fresh Moods nie aus dem Rahmen fällt oder gar provokante Töne anschlägt.
Mit „Love. Death. Angels“ hat sich Haubfleisch endgültig als Spezialist für erfindungsreiche Freestyle-Grooves profiliert und avanciert damit zugleich zum wichtigen Trendsetter auf dem Gebiet zeitgemäßer Club-Elektronik.Stephan Behn (05.06.2002)

Tracklist:

Decisions I Made (07.35)
Shiny Cage (07.39)
Find My Home (04.51)
Got To Be (06.07)
What Do I Say (07.29)
Parasol (06.21)
One Two (06.04)
Fever (05.05)
Behind Mirnoc (04.56)
Stand (06.33)

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Fresh Moods (1997)
Swerve (2000)

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