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Nach
Erscheinen von „Silk“ Anfang 2001 ist aus dieser CD
jeweils ein Titel für die letzten 3 Spacenight-Sampler
ausgekoppelt worden, so dass langsam die Frage laut
wird, wann denn nun mit Nachschubmaterial aus einem
neuen Solo-Werk von diesem ausgezeichneten Künstler zu
rechnen ist.
Mit „Silk“ ist Pallikaris nämlich ein glänzendes
Debüt bei Elektrolux gelungen, das trendsichere Club-Ästhetik
geschickt mit elegantem Akustik-Design kombiniert und
ein sinnliches, mit viel Soul angereichertes Flair
ausstrahlt. Ein Stil, der in ähnlicher Weise schon Ende
der 80er, Anfang der 90er von Interpreten wie Soul II
Soul, The Chimes oder Loose Ends praktiziert wurde.
Pallikaris allerdings verzichtet auf Gesang und verleiht
seinen Kompositionen einen etwas intellektuelleren
Beigeschmack, so dass seine Musik weniger schlüpfrig
ausfällt, als das etwas verfehlte Cover zunächst
vermuten läßt. Verhaltene Leidenschaft, intime
Romantik und kisternde Spannung sind für ihn zwar
wichtige und unüberhörbare Motive, verleiten ihn aber
nicht dazu in einen rührseligen Schmusekurs auf
Softporno-Niveau zu verfallen.
Seine Arbeit wird vielmehr durch die vorbildliche Verknüpfung
von Gegensätzlichkeiten bestimmt. Ein filigranes
Klanggebilde aus akustischen Elementen liegt dabei
eingebettet in einem strikten Netz aus wuchtig
schlingernden Zeitlupengrooves, schleppenden
Midtempo-Rhythmen und schwer pulsierenden Beats. Trotz
markanter Rhythmusstruktur sind die Aufnahmen durch den
Einsatz feingliedriger Gitarrenklänge und barähnlichen
Pianolinien von wohliger Wärme und mediterraner
Gelassenheit durchflutet, was Pallikaris aber nicht
davon abhält auch energischere Töne anzuschlagen.
Titel wie „After Midnight“, „Being With You“
oder „Asian Foundation“ werden von einer auffällig
dramatischen Rhythmik getragen und versetzen das gesamte
Album in Schwingungen.
George Pallikaris beweist mit diesem Album, dass
Exklusivität und elitärer Anspruch nicht zwangsläufig
in eine einschläfernd seichte Richtung führen müssen,
sondern von Mut zur Originalität und Temperament
bestimmt sein können. „Silk“ besitzt daher
Vorzeige-Status und ist ein besonderes Glanzlicht im
Repertoire von Elektrolux. Stephan
Behn (12.06.2002)
Tracklist:
More Than We Could (04.03)
Seaside (05.40)
After Midnight (03.11)
Travel (05.12)
Dreaming (03.43)
Woman (07.14)
Electroula (01.46)
Being With You (04.15)
Asian Foundation (06.07)
Insearch Of (03.33)
Natural Being (06.00)
Helen (01.14)
Vourvourou (03.40)
Dreaming
(Beats) (02.18)
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