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Jeff Pearce: The Light Beyond

Stilrichtung: Ambient

Hypnos, UPC 75390-71257-26 (2001)

Musiker: Jeff Pearce (elektronisch modifizierte E-Gitarre)

„The Light Beyond“ ist bereits das 6. Soloalbum von Jeff Pearce und nach „Daylight Slowly“ (´98) und „To The Shores Of Heaven“ (2000) das 3. von ihm, das auf Hypnos veröffentlicht wurde.
Im Vergleich zu seinen Ambient-Kollegen zeichnet Pearce insbesondere aus, dass er ausschließlich mit stark modifizierten E-Gitarren arbeitet, die von ihm nicht in der charakteristischen Spielweise betätigt werden und deren Klangstruktur sich so von elektronischem Equipment der üblichen Sorte in keinster Weise mehr unterscheidet.
Das Material zu „The Light Beyond“ wurde anläßlich eines Studio-Auftritts in der legendären Radiosendung „Star´s End“ mitgeschnitten. Eine Sendung in der ausschließlich und ohne Unterbrechung Ambient und Ambient-Verwandtes aus dem Elektronik-Metier zu hören ist und in Philadelphia seit 25 Jahren in der Zeit von Samstag Nacht 01:00 Uhr bis Sonntag Morgen 06:00 ausgestrahlt wird (www.starsend.org).
Ursprünglich nur als vager Vorgeschmack auf sein neues Album gedacht, entschied sich Pearce im Nachhinein die Aufnahmen nicht noch einmal zu überarbeiten, sondern alles so zu belassen wie es ist. Laut Covertext gäbe es keinen Anlaß irgendetwas verbessern zu wollen, hinzuzufügen oder wegzulassen. Alles was er mit seiner Musik ausdrücken wolle, sei hier bereits erfasst.
Nun gut, in Amerika haben sich die Kritiker bereits überschlagen und feiern Pearce als einen der wichtigsten Vertreter diese Genres. Seine etwas konturlosen und gleichförmig verlaufenden Soundschöpfungen sind ohne Frage von hoher Transparenz und eleganter Leichtigkeit. Sie verkörpern glanzvolle Helligkeit und sind mit einem transzendenten Anstrich behaftet, was schon der Albumtitel ohne Zweifel zu verstehen gibt. Die etwas unausgewogenen Titellängen (4, 7, 43 und 2 Minuten) spiegeln sich allerdings auch in der Musik wieder. Während Pearce den ersten beiden Stücken mit perkussivähnlichen Mustern noch eine gewisse Substanz anheftet, verliert sich sein lichtvolles Klanggeflecht für die restlichen 45 Minuten im richtungslosen Raum. Die sich endlos übereinanderlagernden Figuren erhalten keine zusätzlichen Akzente und entwickeln dadurch ein sicher nicht ungewolltes, übersinnlich meditatives Eigenleben. Eine bestimmt nicht uninteressante Herangehensweise, die von Pearce mit hohem Anspruch sehr konsequent und subtil gemeistert wurde, im Ergebnis aber „nur interessierten“ Hörern wahrscheinlich zu wenig Abwechslung bietet und daher voraussichtlich einem Publikum von Spezialisten vorbehalten bleibt.
Stephan Behn (20.08.2001)

Tracklist:

Migration Of Souls (04.34)
Across The Infinite Sea (07.20)
A Farther Shore (43.46)
The Light Beyond (02.19)

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