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Viridian
Sun ist das Kernprojekt von Hypnos-Chef Mike Griffin,
das er 1997 zusammen mit dem Gitarristen David Tollefson
ins Leben rief. Sie selbst bezeichnen sich als ein
Unternehmen für „Abstrakte Improvisationen“, was
ihre gewöhnungsbedürftige Arbeit recht treffend
charakterisiert. Nach „Solar Noise“ (´97) ist „Perihelion“
aus dem Jahre 1999 ihre zweite und bisher letzte
Produktion.
„Perihelion“ (zu deutsch Perihel) ist ein Ausdruck
aus der Astronomie und beschreibt den Punkt auf einer
elliptischen Bahn eines Himmelskörpers um einen anderen
(Planet – Sonne) für die die Entfernung zwischen den
Körpern am kleinsten ist (Sonnennähe). Die größte
Entfernung (Sonnenferne) wird mit Aphel bezeichnet. Das
unergründliche Universum mit seinen faszinierenden
Gesetzmäßigkeiten stand also wieder einmal Pate für
Intention und Ausdruck, was allerdings im Falle von
Viridian Sun zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt
hat.
Die Aufnahmen verbreiten eine durchweg düstere
Stimmung, lassen aber aufgrund der collagenhaften
Zusammensetzung kein richtiges Thema erkennen und
ergeben eine verworrenes bzw. orientierungsloses Bild.
Schleichende Endlostöne, die sich schlingernd durch ein
bruchstückhaft entworfenes Klanggebäude bewegen,
wirken leblos matt und werden streckenweise auf Null
reduziert, was den diffusen und zusammenhaltlosen
Eindruck noch verstärkt.
Trotz durchgehend dunkler Grundstimmung entsteht nur
selten so etwas wie Spannung. Stattdessen viel Unruhe
und wachsender Unmut beim Hörer, was auf die
experimentelle und konzeptlose Herangehensweise zurückzuführen
ist.
Mit „Perihelion“ haben es sich Griffin und Tollefson
zu leicht gemacht. Ihr Konglomerat aus improvisierten
Klangmustern bietet zwar interessante Ansätze und ein
hohes Maß an Abwechslung, hätte aber noch einmal sorgfältig
überarbeitet werden müssen, um letztlich als
attraktives Hörerlebnis bestehen zu können. Stephan
Behn (04.11.2001)
Tracklist:
Epihelion
Axionsunburst
Elixir Sonic
Pelior Is V
Voidvertigo
In Peril (Visium)
Spinning Timeworks
Ion Or
Perihelion
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