J.M.Coetzee “Schande”

SchandeWenn Lebensbahnen ihre gewohnte und vertraute Spur verlassen, suchen wir Antworten auf die Frage nach dem Sinn unseres Lebens. Wir fragen nach dem Wohin, blicken hilflos um uns und greifen nach dem Strohhalm, der Rettung verspricht. Alle Kräfte sammelnd, unternehmen wir den Versuch unser Leben durch einen, meist paradox erscheinenden, Akt der Selbstbestätigung wieder in den Griff zu bekommen.
J.M. Coetzee zeichnet in seinem aktuellen Roman „Schande”, für den er 1999 den Booker-Prize erhielt, den Lebensweg des 52jährigen Universitätsprofessors Richard Lurie nach, der nach zwei gescheiterten Ehen und zunehmender beruflicher wie privater Unzufriedenheit versucht, in einem letzten Akt der Selbstbestätigung, seinem Leben zu neuem Sinn zu verhelfen. Weiterlesen